Der unberührte Naturpark Alpe Veglia-Devero ist eine der artenreichsten Landschaften der Alpen und wurde 1995 gegründet.

Der Naturpark besteht aus zwei großen Becken eiszeitlichen Ursprungs und gehört administrativ zu den Gemeinden Varzo, Trasquera, Baceno und Crodo.

Er ist ein geschütztes Gebiet, das sich über 8.000 Hektar vom Monte Leone bis zur Punta d’Arbola (Ofernhorn) erstreckt. Das Gebiet grenzt im Osten an das Formazza-Tal, im Südosten an das Antigorio-Tal, im Süden an das Divedro-Tal, im Südwesten an das Simplon-Tal in der Schweiz und im Norden an den Naturpark Binntal, einen Ausläufer des Rhonetals im Kanton Wallis.

Autunno alla diga di Codelago - Alpe Devero, Comune di Baceno - ph. Paolo Sartori

Der erste Kern des Naturparks wurde Ende der 1970er Jahre zum Schutz der Veglia-Alm eingerichtet, während das Devero-Gebiet erst Anfang der 1990er Jahre Teil des Schutzgebiets wurde.

Aufgrund seiner Lage war dieses Gebiet seit jeher ein wichtiger Durchgangsort für Waren und Menschen, und es ist kein Zufall, dass hier die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit auf prähistorische Zeiten zurückgehen.

Die Almen wurden von den Bewohnern des Talbodens seit dem Mittelalter intensiv genutzt: im Laufe der Jahrhunderte wurde die Naturlandschaft tiefgreifend verändert und den menschlichen Bedürfnissen angepasst.
Die Gewässer wurden kanalisiert, das sumpfige Land wurde urbar gemacht, das Unterholz aus Heidelbeeren und Rhododendren wurde reduziert, um die Anbaufläche zu vergrößern, und schließlich wurden einige Siedlungen errichtet.

Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurden die ersten touristischen Routen entwickelt, die das Gebiet für Reiselustige und Alpenentdecker interessant machten. So sind die ersten Beherbergungsbetriebe entstanden.
Im Sommer und im Winter gibt es den Shuttle-Service „Prontobus“, der von Baceno aus fährt.
Die menschliche Tätigkeit und der Klimawandel haben zwar das Erscheinungsbild des Gebiets teilweise verändert, aber den reinen Charme und die Schönheit des Naturparks Veglia-Devero nicht beeinträchtigt: seine Erhaltung, zusammen mit dem Schutz und der Aufwertung der Arbeit der Bergbevölkerung, ist seit jeher die Hauptaufgabe der Verwaltungsbehörde der Schutzgebiete des Ossola.